Zimtsterne – Die verzauberten Sterne
Die mit Zimt glasierten Zimtsterne erhellen seit dem Mittelalter die Festtage in Straßburg. Ihre weiße Glasur, die wie ein Hauch von Schnee wirkt, und ihre würzige Weichheit machen sie zu einem optischen und geschmacklichen Genuss. Ein Rezept, das Weihnachten zum Strahlen bringt.
- Weihnachten zu Hause
Zimtsterne
Die traditionellen elsässischen Zimtsterne – mit ihrem schneeweißen Zuckerguss und dem würzig-weichen Kern – zählen seit dem Mittelalter zu den kostbarsten Backwerken der Weihnachtsmärkte. Ursprünglich in Klosterküchen kreiert, verkörpern sie bis heute die festliche Vorfreude der Adventszeit.
Backzeit: 12 Minuten
Zutaten (für ca. 20 Stücke)
- frisches Eiweiß 3 Stück
- Puderzucker 300 g
- gemahlener Ceylon-Zimt 2 gestrichene TL
- fein gemahlene Mandeln 250 g
- Bio-Zitronenabrieb ½ Zitrone
Zubereitungsschritte
- Verrühren Sie das Eiweiß mit 100 g Puderzucker mit den Schneebesen der Küchenmaschine zu steifem Eischnee und stellen Sie diesen kühl.
- Vermengen Sie in einer separaten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit dem restlichen Puderzucker, dem Zimt und dem Zitronenabrieb. Heben Sie anschließend den Eischnee vorsichtig unter, bis ein glatter Teig entsteht.
- Rollen Sie den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auf eine Dicke von etwa 1,5 cm aus und stechen Sie mit einem Sternausstecher (Ø ca. 6 cm) die typische Form aus. Lassen Sie die Rohlinge mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur antrocknen.
- Backen Sie die Zimtsterne im vorgeheizten Ofen bei 150 °C Ober-/Unterhitze für 12–15 Minuten. Achtung: Sie sollten nicht bräunen, sondern ihre helle Farbe behalten.
Historische Bedeutung
Die Zimtsterne blicken auf eine über 600-jährige Tradition zurück: Elsässische Nonnen backten sie erstmals in den Klöstern von Straßburg und Colmar, wo sie als "Wináchtssterne" (Weihnachtssterne) die dunkle Winterzeit erhellten. Ihr Name leitet sich sowohl von der sternförmigen Gestalt als auch vom hochwertigen Ceylon-Zimt ab, der über die Handelsrouten des Mittelmeers in die Region gelangte. Heute zählen sie zu den "Bredele" – den typischen elsässischen Weihnachtsgebäcken – und sind aus keinem adventlichen "Christkindelsmärik" mehr wegzudenken.
